Kurort Schlema

Gärtnerische Anlagen

Lassen Sie sich inspirieren

Gärtnerische Anlagen

Der Kurpark ist ein Ort voller Inspiration für alle, die neue Ideen für den eigenen Garten entdecken möchten. Unterschiedliche Themenbereiche zeigen, wie Pflanzen, Gestaltung und Natur harmonisch miteinander verbunden werden können. Ob blütenreicher Bienengarten an einem scheinbar schwierigen Standort, architektonisch beeindruckender Heckendom aus Zieräpfeln, die Kaskadenlandschaft mit textur- und blütenreichen Stauden, traditioneller Obstgarten auf einer Streuobstwiese mit altbekannten Obstsorten, erholsamer Schattengarten mit einer Fülle an prächtigen Rhododendren, farbenprächtiger Ufergarten mit Lilien oder vielfältige Vogelnährgehölze. Jeder Bereich bietet Anregungen für eine attraktive Gartengestaltung.

Bienengarten

Blütenreiche Wiesen sind wertvolle Lebensräume für Honig- und Wildbienen. Während Nektar als Energiequelle und Pollen als Nahrung für die Brut dienen, sind nicht alle Blüten für Bestäuber gleichermaßen geeignet. Eine vielfältige, bienenfreundliche Bepflanzung mit heimischen Pflanzenarten sowie ungestörte Nist- und Rückzugsorte fördern die Artenvielfalt von Wildbienen. Auch an feuchten Standorten wie hier im Kurpark bieten Pflanzen wie Trollblume, Mädesüß oder Großem Wiesenknopf ein reiches Nahrungsangebot. So entstehen wichtige Lebensräume für die rund 600 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten.

Heckendom

Der Heckendom greift die jahrhundertealte Kunst des Spaliers auf, bei der Gehölze gezielt geschnitten und in Form gebracht werden. Aus sieben Zieräpfeln ist durch eine gezielte Pflege der Heckendom entstanden. Er spendet Schatten und sorgt für ein angenehmes und kühles Mikroklima im Inneren. Je nach Jahreszeit verändert sich das Erscheinungsbild.

Kaskadenlandchaft

Die Kaskadenlandschaft wurde schon in den 1990er Jahren im Zuge der Neugestaltung des Kurparks angelegt. Der Floßgraben überwindet hier in mehreren Kaskaden sechs Höhenmeter, bevor er in die Schlema mündet. Zur Landesgartenschau 2027 wurde die gewachsene Anlage mit besonderen Gehölzen und bodendeckenden Stauden ergänzt. Kontraste aus Blattschmuckstauden wie Funkien, Gräsern, Farnen und wechselnden Blüten schaffen eine spannende Pflanzung, die zu jeder Jahreszeit attraktiv bleibt und neue Eindrücke bietet.

Obstgarten

Der Obstbau hat im Erzgebirge eine lange Tradition und ist bereits seit dem 16. Jahrhundert belegt. Seine Blütezeit erlebte er Anfang des 20. Jahrhunderts mit einer beeindruckenden Sortenvielfalt. Bis heute sind die besonderen Eigenschaften alter Obstsorten wie etwa Geschmack, Frosthärte oder Lagerfähigkeit von großer Bedeutung. In dieser Streuobstwiese wurden deshalb traditionelle Erzgebirgssorten wie die Altenburger Melonenkirsche (Büttners Späte Rote Knorpelkirsche), die Birne „Gute Graue“ und der Apfel „Boskoop“ neu gepflanzt.

Schattengarten

Im Schattengarten wurden im Frühjahr 2025 große Rhododendren fachgerecht und erfolgreich aus anderen Teilen des Kurparks umgepflanzt. Die Pflanzflächen wurden teilweise für eine Steigerung der Blüten- und Blattfülle durch zusätzliche Stauden, Gräser und Farne ergänzt. Schatten und die Verdunstung kühlen die Umgebung und schaffen selbst an heißen Tagen einen erholsamen Aufenthaltsort. Der Schattengarten verbindet so die positiven Effekte der Gehölze auf das Kleinklima sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen. 

Ufergarten

Der Teich im Kurpark Ost wurde zu einem farbenprächtigen Ufergarten umgestaltet. Taglilien, echte Lilien und Schwertlilien sorgen mit ihren Blüten für eindrucksvolle Farbverläufe. Besonders die Taglilie begeistert mit einer außergewöhnlichen Eigenschaft. Jede einzelne Blüte öffnet sich nur für einen Tag. Durch gezielte Züchtung entstanden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts aus den ursprünglich aus China stammenden Pflanzen mehr als 100.000 winterharte Tagliliensorten in einer beeindruckenden Vielfalt an Farben und Formen.

Vogelnährgehölzer

Vögel und Vogelnährgehölze bilden eine enge Lebensgemeinschaft. Sträucher und Bäume bieten Nahrung, Schutz und Brutplätze, während Vögel zur Verbreitung der Samen beitragen. Besonders im Herbst und Winter sind Beeren und Früchte eine wichtige und oft einzige Nahrungsquelle. Heimische Gehölze wie Holunder, Schlehe oder Vogelbeere schaffen ein vielfältiges Nahrungsangebot und machen Gärten zu wertvollen Lebensräumen für zahlreiche Vogelarten.