07.07.2025
Zur Gedenkstunde mit Kranzniederlegung waren am Vormittag des 5. Juli 2025 zahlreiche Gäste zum Ehrenhain nach Bad Schlema gekommen. Voran ging der Bergaufzug, dessen rund 100 Teilnehmer aus 12 Bergmannsvereinen vom Ringerzentrum „Lothar Lässig“ bis zum Ehrenhain marschierten. Traditionell erklang die Bergglocke 33 Mal und die Namen der 33 Toten, die vor 70 Jahren bei einem Grubenunglück ums Leben kamen, wurden vorgelesen. Die Festrede, die unter dem Motto stand: „Was bedeutet es ein Grubenwehrmann zu sein“, hielt der Bereichsleiter der Wismut GmbH und Leiter der Grubenwehr Andy Tauber. Er erinnerte daran, dass der Berg immer noch Gefahren birgt und es Menschen geben muss, die zur Hilfe eilen, wenn Gefahr droht. Es sind die Leute von der Grubenwehr, die unverzichtbar sind. Jeder kann eintreten, der sich fachlich und körperlich fit fühlt. „Die Grubenwehr ist die Lebensversicherung der Bergleute“, führte Andy Tauber aus. Eigenschaften wie Mut, Vertrauen in die Technik und die Kameraden, Verantwortungsbewussten, Zuverlässigkeit und ständige Einsatzbereitschaft, müssen die Grubenwehrleute mitbringen. Aber eine Eigenschaft, so Andy Tauber, ist die Wichtigste: die Menschenliebe. Schließlich wurden drei Männern, die Mitglieder der Grubenwehr sind, die Silberne Grubenwehrnadel verliehen. Die Nadel erhielten René Teumer, Mario Päßler und Jens Weißbach. Zwischen den einzelnen Programmpunkten erklangen Bergmärsche und auch der gemeinsame Gesang des Steigermarsches mit allen Gästen fehlte nicht. Anschließend wurden die Teilnehmer und Gäste hinter dem Ehrenhain mit Bergbier bewirtet.