Bad Schlema

Fördermaßnahmen

Die Gemeinde Bad Schlema verfolgt mit der Revitalisierung des Areals das Ziel, eine ansprechende Gestaltung des Ortseinganges zu erreichen.

Außerdem soll die Sicherung bzw. Sanierung von Umweltschäden voran gebracht und eine verkehrssichere Situation hergestellt und eine Reduzierung von Bodeninanspruchnahme erzielt werden.

 

Sanierung Floßgraben im Bereich Kurpark in Bad Schlema
Der Floßgraben im Bereich Kurpark war nach 20 Jahren Bestand dringen sanierungsbedürftig. Die Grabenwände aus Holzelementen waren in großen Teilen morsch und instabil, sodass   diese in geeigneter Bauweise zu erneuern waren. Ziel war es, unter Beachtung der Belange des Bergbaus eine Sanierung durchzuführen, welche die Lebensdauer der Grabenwand maßgeblich erhöht und gleichzeitig die bestimmende gestalterische Funktion des Floßgrabens im Kurparkgelände erhält. Mit der Sanierung wird das Grundprinzip des Floßgrabens beibehalten, um das historische Erbe der Bergbauregion nachhaltig dokumentieren zu können. Im Zeitraum von Ende August bis Mitte Dezember sind die Sanierungsarbeiten am Floßgraben geplant. Das Vorhaben wird aus Mitteln des ELER finanziert. 

Zustand vor der Sanierung
Neue Ausbaustrecke

 

 

Für die zeitgemäße Modernisierung und die Verbesserung des regionalen Angebotes des Gesundheitsbades ACTINON Bad Schlema ist eine Machbarkeitsstudie inklusive Potentialanalyse/Wirtschaftlichkeitsbetrachtung dringende Voraussetzung. Das rund 19 Jahre alte Gesundheitsbad bedarf in weiten Bereichen der Technik, der sanitären Einrichtungen, Umkleiden, Nassbereichen und Dampfbad der Sanierung.                          
Das Vorhaben wird mit Mitteln des ELER finanziert.

EFRE-Förderung in Bad Schlema

Revitalisierung der Brachfläche der ehemaligen VERO-Spielwaren Hangweg 2 in Bad Schlema

Die im Ortsteil Niederschlema gelegene Industriebrache als ehemaliger Gewerbestandort der VERO - Spielwaren liegt seit Jahren brach. Die Brache befindet sich in unmittelbarer Nähe der bereits in der letzten Jahren abgerissenen Gewerbebrachen Gießerei, Papierfabrik, MODESTA und Containerdienst Beier.
Sie ist neben dem dem fast vollständig leer stehendem Bahnhof und der Brache G & S / Edelhofweg der letzte größere städtebauliche Missstand in diesem Teil Niederschlemas. Diese ehemalige Maschinenfabrik Hofmann wurde nach 1945 in das VEB-Kombinat VERO integriert. Nach Auflösung des Kombinates im Zuge der Widervereinigung erfolgte der Verkauf der Liegenschaft an einen privaten Investor. Da jedoch das Grundstück nur aus spekulativen Gründen erworben wurde erfolgte nach 1991 keinerlei Nutzung der Gebäude, was einen stetigen Verfall mit sich brachte.

Der letzte Eigentümer verstarb, die Erben schlugen das Erbe aus somit ging der Besitz der Liegenschaft an den Freistaat Bayern als gemeldeter letzter Wohnsitz des ehemaligen Eigentümers über. Da der Freistaat Bayern in einem anderen Bundesland keine Investitionen dieser Art tätigt übernahm die Gemeinde Bad Schlema dieses Grundstück um diesen städtebaulichen Missstand und umweltgefährdeten Zustand zu beseitigen.

Am 17.5.2010 wurde durch die Gemeinde Bad Schlema ein Antrag auf Förderung des Abrisses im Rahmen des Operationellen Programms des Freistaates Sachsen für den EFRE; Revitalisierung von Brachflächen und Konversionsflächen gestellt. Weiterhin wurde ein Förderantrag zur teilweisen Ersetzung des kommunalen Eigenanteils aus dem Bund-Länder-Programm Stadtumbau Ost-Aufwertung gestellt. Diese wurden am 14.10.2010 bzw. 8.9.2011 durch die Landesdirektion Chemnitz positiv beschieden.

Bis zum Jahresende 1.6.2010 stimmte der Gemeinderat dem Ankauf der Liegenschaft für 1,00 EUR zu. Im Anschluss daran konnten die konkreten Untersuchungen für die umweltrelevanten Parameter durchgeführt werden und die Abstimmung mit den Behörden über die Entsorgungsvarianten und Sanierungsziele zum Abschluss gebracht werden.

EFRE-Förderung in Bad Schlema

Abriss Industriebrache ehemaliges Verwaltungsgebäude ELMO Thurm und Straßenbau zur Anbindung von Gewerbebetrieben an die Joseph-Haydn-Straße in Bad Schlema



Sozial- und Verwaltungsgebäude                
des VEB Elektromotorenwerke Thurm

Neubau 1973                         
Rückbau 2012

Abbruchgebäude

An der Joseph-Haydn-Straße in Bad Schlema, Gemarkung Oberschlema, befand sich bis Anfang 2011 der Betriebskomplex des VEB Elektromotorenwerk Thum mit einem leerstehenden Sozial- und Verwaltungsgebäude sowie den gesamten Produktionsanlagen. Die Produktionsanlagen und das Sozial- und Verwaltungsgebäude wurden Anfang der 70er Jahre errichtet und waren 2011 im Besitz einer Vermögensverwaltungsgesellschaft, welche einzelne Teilbereiche der Gesamtanlage an verschiedene Gewerbe- und Industriebetriebe vermietete. Um Investitionen und die Erweiterung der Gewerbebetriebe zu ermöglichen, erfolgte 2011 der Verkauf der genutzten Teilflächen an die bisherigen Mieter sowie einer Teilfläche an die Gemeinde Bad Schlema. Zur öffentlichen Erschließung der bestehenden

Gewerbeeinheiten sowie Neuansiedlungen baute die Gemeinde eine neue Erschließungs-straße unter Beteiligung der Versorgungsträger.          

Luftbild vorher
Luftbild vorher

Sozial- und Verwaltungsgebäude 

Am 14.04.2011 wurde durch die Gemeinde Bad Schlema ein Antrag auf Förderung der Maßnahme im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gestellt.
Der Förderantrag wurde am 22.09.2011 durch die Landesdirektion Chemnitz positiv beschieden.

Die Ausschreibung zu der Maßnahme erfolgte in zwei Losen im August 2011 mit dem Los 1 Abbruch Verwaltungsgebäude und Los 2 Straßenbau. Ende November 2011 wurde mit der erforderlichen Umverlegung der Medien zur Schaffung einer Interimslösung für die Versorgung der bestehenden Gewerbebetriebe während der Abbrucharbeiten des Sozial- und Verwaltungsgebäudes begonnen. Anfang Januar 2012 erfolgte die Baufeldfreimachung für den späteren Straßenbau und Mitte Januar 2012 war Beginn für den Abbruch des Verwaltungsgebäudes. Die Abbrucharbeiten wurden einschließlich der Entsorgungs- Entsorgungsleistungen bis zum Oktober 2012 fertiggestellt, wobei die Straßenbauarbeiten parallel im April 2012 aufgenommen wurden.
Die Abnahme der Leistungen der gesamten Maßnahme war Anfang November 2012.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 932.000,00 € mit einer Fördersumme von rund 717.700,00 €. Die Förderung wurde mit 538.250,00 € (75% d. Zuwendung) durch die Europäische Union getragen. Der Bund und das Land Sachsen beteiligen sich mit je 89.725,00 € (12,5% d. Zuwendung) an dieser Maßnahme und die Gemeinde Bad Schlema trägt 23% der Gesamtkosten aus ihrem Gemeindehaushalt.

Neue Zufahrt
Neue Zufahrt

Die Gemeinde Bad Schlema hat mit Realisierung dieser Maßnahme die Attraktivität des Gewerbestandortes wesentlich verbessert, womit auch das Ortsbild positiv beeinflusst wurde. Die Maßnahme stellt eine große Aufwertung für die Gemeinde dar und beseitigt  einen Missstand sowie eine Umweltgefährdung. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist für die Gewerbebetriebe hinsichtlich ihres Lieferverkehrs durch die neue Anbindung an die Joseph-Haydn-Straße entstanden.