Bad Schlema

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Was sonst noch passierte … „100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal“ - ein Auszug aus dem Jahresrückblick 2016 des Bürgermeisters..

Im Gegensatz zu unseren geschätzten Nachbarn besitzt das Schlematal ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: Den Kurbetrieb. Und dieser wurde am 16. Mai 1918 im alten Kurhaus in Oberschlema eröffnet. Das heißt, wir können Mitte Mai 2018 „100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal“ begehen. Doch ist ein solches Jubiläum nicht auf Oberschlema beschränkt? Nein! Denn Niederschlema hat auch hier eine viel ältere und längere Tradition. Schon 1899 eröffnete der „Verein deutscher Handlungsgehilfen“ mit Sitz in Leipzig ein großes Erholungsheim nahe dem Flößgraben, das bis in den Zweiten Weltkrieg hinein bestand. Das 1954 im gleichen Haus eröffnete und 1955 im benachbarten Neubau fortgesetzte „Nachtsanatorium“ half den Bergarbeitern der SDAG Wismut, sich rasch regenerieren zu können. Bis Ende der 1980er Jahre bot die IG Wismut in diesem Gebäudekomplex Erholungskuren für ihre Mitglieder an. Und bis zur Wiedergeburt Schlemas als Kurort zu Beginn der 1990er Jahre war es dann auch nicht mehr weit. So sind „100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal“ wahrlich nicht übertrieben.
Im vergangenen Jahr wurden für dieses Jubiläum die Weichen gestellt. Neben einer Organisationsstruktur mit zahlreichen Arbeitsgruppen und Verantwortlichkeiten wurden viele Ideen und Vorschläge für das Festjahr zusammengetragen. Ein Schirmherr ist mit unserem Sächsischen Ministerpräsidenten Herrn Stanislaw Tillich auch schon gefunden. Weiterhin wurden Fördermittel für Personal und Sachkosten akquiriert und das Antragsverfahren dazu ausgeführt. Viele Firmen, Handwerksbetriebe, Dienstleister, etc. haben zudem eine Unterstützung zugesagt, in Form von Geldund Sachspenden.

Erste Ideen und Festlegungen aus der Arbeitsgruppe „Marketing und Festflyer“ gibt es bereits. Ein Flyer mit dem Jahresfestprogramm soll mit dem Gemeindeanzeiger Januar 2018 an alle Haushalte des Ortes gehen. Außerdem wird das Programm im „Wochenspiegel für das Erzgebirge“, der als Medienpräsentator auftritt, veröffentlicht. Beide Zeitungen werden aktuell über die Entwicklung der Vorbereitungen berichten.
Großangelegte Werbeaktionen im Vorfeld des Festjahres im Internet, Radio und über Plakatwerbung werden überregional auf unsere Aktionen aufmerksam machen und hoffentlich zahlreiche Besucher in den Kurort ziehen.

Auch in der AG „Kultur/Festwochenende“ gibt es schon viele tolle Ideen, die jedoch noch ausreifen und auf Machbarkeit geprüft werden müssen.

Eine der Arbeitsgruppen möchte eine interessante und lesenswerte Festschrift vorlegen. Für die Mitarbeit konnte der Ortschronist Dr. Oliver Titzmann gewonnen werden. Erste Überlegungen zur Gliederung der Schrift gehen von fünf Schwerpunkten aus. So soll an das von 1899 bis 1914 bestehende Genesungsheim ebenso erinnert werden wie an das 1918 eröffnete Radiumbad und das Nachtsanatorium. Auch die IG Wismut und die Kurgesellschaft werden in der Festschrift ihren Platz finden. Eine derartige Publikation „lebt“ natürlich von historischen Fotos, dem Bild-Vergleich DAMALS-HEUTE und von Dokumenten, die möglicherweise bislang nochin den Schreibtischen, Schubladen oder in Fotoalben der Schlemaer und der Erzgebirger schlummerten. Ebenso interessant sind Erinnerungen (natürlich auch lustiger Art) von Zeitzeugen. Die Arbeitsgruppe freut sich über jeden Hinweis und jede Leihgabe zu den genannten Schwerpunkten.

Quelle: Gemeindeanzeiger Februar 2017 – Jahresrückblick 2016 des Bürgermeisters Jens Müller

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